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jugendNotmail

Liebe Leserin, lieber Leser!

Neuer Titel, neues Ziel. Aus unserem gewohnten Newsletter ist ein neues Medium entstanden, das speziell Dich als Beratenden regelmäßig über unsere Projekte informieren soll. Dazu gehören zum Beispiel interne Neuigkeiten rund um das Team, ein Überblick über die wichtigsten Aktivitäten oder auch Veranstaltungstermine.

Unser letzter Newsletter entstand im Frühjahr. Die Pandemie hat uns seitdem alle, beruflich wie privat, stark herausgefordert. Trotzdem haben wir, auch dank Deiner Unterstützung, heimlich, still und leise einiges auf den Weg bringen können, über das wir heute berichten möchten.

Seit dem 1. Juli gehören wir zur KJSH-Stiftung. Dieser Schritt war notwendig, um unser überwiegend ehrenamtlich tätiges Team in der Geschäftsstelle administrativ zu entlasten und auf sichere Beine zu stellen. JugendNotmail steht daher neu unter der Leitung von Jakob Kalinowsky. Wir sind dankbar für diese Unterstützung und hoffen, dass sich daraus in der Zukunft viele Synergien ergeben werden, die wir gewinnbringend für JugendNotmail nutzen können.

Passend zur Weihnachtszeit stellen wir nachfolgend das Projekt „24-gute-Taten“ vor. Wer dieses und weitere informative Türchen öffnen möchte, lese bitte weiter!


Advent, Advent, …

Wie viel Gutes passt in einen Kalender? Im Dezember exakt 24 handverlesene Organisationen mit Projekten, die streng auf Nachhaltigkeit, Effektivität und Transparenz geprüft worden sind. Zum wiederholten Mal führt der 24guteTaten e.V. dieses Vorhaben durch. Unterschiedlichste Kategorien wie Umwelt, Bildung, Gesundheit und Versorgung sprechen Spender*innen an, die sich themenübergreifend engagieren möchten.

Hinter jedem Türchen steckt eine gemeinnützige Organisation, die ihre Arbeit kurz vorstellt und konkret das Ziel definiert, das sie mit den Fördergeldern aus dem Kalender erreichen möchte. JugendNotmail hat sich auf das Thema „Suizidale Notrufe“ fokussiert und möchte die Spendengelder dafür nutzen, Jugendliche in solchen Ausnahmesituationen noch schneller und besser aufzufangen. Dafür soll in einem ersten Schritt ein Pool an Expert*innen geschult und in der zweiten Phase das gesamte Berater*innenteam durch interne Fortbildungen eingebunden werden.

Der Verkaufspreis eines Kalenders liegt bei 24 Euro. Für jedes verkaufte Exemplar erhält jede der Organisationen jeweils einen Euro.


Gute Botschaft(er*innen)

Im Bereich Social Media haben uns drei neue Botschafter*innen ihre tatkräftige Unterstützung zugesichert.

Blogger Chris von Emote engagiert sich für das Thema „Suizid und Suizidgedanken“. Der 24-jährige Hamburger hat seit seiner Jugend mit Angststörungen zu kämpfen und sah sich durch die Selbsttötung seiner Freundin erstmals mit Gedanken an den eigenen Suizid konfrontiert. Glaubte er früher, er sei ein Einzelfall, hat er inzwischen erkannt, dass vielen jungen Menschen in schwierigen Situationen der geeignete Ansprechpartner fehlt. Daher möchte er sich für das kostenlose und unkomplizierte Beratungsangebot von JugendNotmail besonders einsetzen.

Nora Fieling unterstützt uns als Bloggerin im Bereich „Seelische Gesundheit“. Bereits als Kind entwickelte sie depressive Züge, die sich auch in selbstverletzendem Verhalten ausdrückten. Sie fühlte sich „unnormal“ und anders. Damals gewann das Internet immer mehr an Bedeutung, und so konnte sie Kontakte zu anderen Betroffenen suchen und sich austauschen. Das gab ihr in den schwierigen Jahren halt. JugendNotmail existierte 2003 bereits seit zwei Jahren und wäre, so sagte Nora in einem Gespräch auf dem Markt der Seelischen Gesundheit im Oktober 2019 zu uns, auch für sie eine tolle Anlaufstelle gewesen, wenn sie davon gewusst hätte. Umso besser, dass sie uns inzwischen kennt und das Beratungskonzept gerne unterstützen möchte. Bücher lesen gehört zu ihren großen Leidenschaften. Deshalb stellt Nora in unserem neuen IGTV-Format „Noras Soulbooks“ regelmäßig ihre persönlichen Bücher für die Seele vor.

Mental Health Bloggerin Charis Krüger ist unsere neue Botschafterin zum Thema „Depression“. Charis ging es schon länger psychisch schlecht, als sie 2015 den Entschluss fasste, sich in einer psychosomatischen Klinik behandeln zu lassen. Sie wollte nicht, dass ihr Leben zu Ende geht, bevor sie begonnen hatte zu leben. Heute macht sie ihr Ding und lässt uns über ihren erfolgreichen Mental Health Blog daran teilhaben. Da ihre psychischen Beschwerden bereits in Kindheit und Jugend begannen, möchte sie als Botschafterin aktiv dazu beitragen, dass viele ratsuchende Jugendliche von JugendNotmail erfahren. Außerdem hat Charis eine Spenden-Aktion für JugendNotmail gestartet. So geht von jedem verkauften T-Shirt und Hoodie der „Stronger than you think“-Kollektion in ihrem Online-Shop ein Euro an uns. Das finden wir großartig!


Aus der Tabuzone ins Gespräch

Der jährlich am 10. September stattfindende Welttag der Suizidprävention ist ein Tag der Trauer und des Gedenkens an durch Selbsttötung Verstorbene. Doch es ist auch ein Tag, an dem offener Erfahrungsaustausch Hoffnung wachsen lassen kann. So lud das Netzwerk Suizidprävention Berlin in diesem Jahr zu einer Podiumsdiskussion zwischen Betroffenen und Expert*innen ein. Als Betroffene saß auch unsere Botschafterin Nora Fieling in der Runde und hat sehr persönliche Erfahrungen mit dem Publikum geteilt.

Suizid ist die häufigste Todesursache von Menschen unter 25 Jahren und daher ein Thema, mit dem unsere Mitarbeitenden immer wieder konfrontiert werden. Durch unsere Mitgliedschaft in dem 2017 von der Caritas gegründeten Netzwerk aus inzwischen 31 Hilfsorganisationen rund um Krisen, Depressionen und seelische Gesundheit möchten auch wir dazu beitragen, Suizid und Suizidgedanken zu enttabuisieren. Wir möchten Betroffene ermutigen, sich zu öffnen.


Wenn der Schein trügt

Mit einer Plakat-Aktion haben wir im September entlang des Berliner Rings auf 60 Großflächen und im November mit Deckenflächenplakaten in den Berliner S-Bahnen darauf aufmerksam gemacht, dass Jugendliche oft nicht den Mut haben, über ihre wahren Gefühle zu sprechen. Die Plakate zeigen jeweils zwei Seiten. Auf den ersten Blick fröhliche, gut gelaunte junge Menschen, doch wer genauer hinsieht, erkennt die Diskrepanz zwischen Schein und Sein. Zitate aus anonymisierten E-Mails, ausgewählt von sechs Teenagern, stehen im harten Kontrast zu den Motiven. Aussagen wie „Ich bin einfach hässlich“ oder „Jeden Tag verlässt mich der Mut“ machen die Verzweiflung sichtbar.

Möglich wurde diese Aktion in Zusammenarbeit mit der PEIX Health Group, die uns im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements Jugendnotmail.Berlin pro bono unterstützt, und mit dem Unternehmen Ströer, das uns nicht gebuchte Großflächen kostenfrei zur Verfügung stellte. Dankeschön!


Lass uns reden

Die Anzahl der Online-Beratungen ist in der Corona-Phase (März bis Oktober 2020) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22 Prozent gestiegen. Hinzu kommt, dass den Ratsuchenden in vielen Fällen die Geduld fehlt, auf eine Antwort zu warten, weil ihre Themen akut sind. Für uns wichtige Gründe, unser Beratungsangebot zu erweitern und auch Einzelchat-Termine anzubieten, die den direkten und unmittelbaren Kontakt erlauben. Dieses Angebot ist seit November über unsere Website zu erreichen.


Das hat Stil

Herzlichen Dank an das Modelabel Lala Berlin. Das Unternehmen mit Sitz in der Hauptstadt möchte insbesondere kleinere NGOs unterstützen und spendet 100% der Erlöse aus dem Verkauf seiner modischen Masken zum Schutz vor COVID-19 unter anderem an JugendNotmail.


News aus Wannsee

Ab jetzt im Team

Rund 150 ehrenamtliche Online-Berater*innen sind unsere wertvollste Ressource. Bisher hat Monika Gallien alle persönlich betreut und zu jeder und jedem eine kleine Geschichte erzählen können.

Wir freuen uns sehr, dass wir durch zahlreiche Workshops viele neue Beratende hinzugewonnen haben. Um die persönliche Betreuung von der Interessensbekundung über die Registrierung auf der Plattform bis zur langjährigen Begleitung weiterhin gewährleisten zu können, wird Evelyne Lewicki den Bereich „Ehrenamtskoordination“ ab sofort verstärken.

Monika ist Ansprechpartnerin für alle, die sich eine Mitarbeit bei JugendNotmail vorstellen können, und wird sie jeweils bis zum Einführungsworkshop begleiten. Evelyne ist für die Bereitstellung detaillierter Informationen zuständig, koordiniert den Aufnahmeprozess und übernimmt die Pflege Eurer Daten.

Unser neues Team freut sich auf regen Austausch und ist für administrative Fragen und Anliegen jederzeit offen.


Starker Rückenwind

Seit Anfang September ist es erklärtes Ziel von Ina Lambert, das Online-Team im Beratungsalltag tatkräftig zu unterstützen und unser Angebot für Hilfesuchende qualitativ weiter auszubauen.

Als neue Fachleiterin möchte die 36-jährige Diplom-Psychologin an unterschiedlichen Punkten ansetzten. Bezogen auf die Online-Beratenden heißt das, die bundesweiten Einführungsworkshops und Fortbildungen zu übernehmen sowie den Coaching-Prozess zum Einstieg zu begleiten. Darüber hinaus ist es ihr Anliegen, die Kommunikation der Online-Berater*innen untereinander zu verbessern und auf individuelle Bedürfnisse einzugehen.

Zwölf Jahre Berufserfahrung konnte sie unter anderem als Familienhelferin und Familientherapeutin sammeln. Darüber hinaus bildete sie sich im systemischen und hypnotherapeutischen Bereich weiter. Sie freut sich auf regen Austausch. Herzlich willkommen!


Save the Date!

Themenbezogene Fortbildungen

„Umgang mit Suizidalität in der Online-Beratung“

18 – 21 Uhr, online:

Montag, 01. Februar 2021

Mittwoch, 17. Februar 2021

 

„Selbstverletzende Verhaltensweisen“

In Planung für Q1 2021, Termin folgt.

 

„Achtsamkeit der Sprache in der Online-Beratung“

In Planung für Q1 2021, Termin folgt.

 

Intervisionstermine für die Einzelchatberatung

18 – 19.30 Uhr, online:

Mittwoch, 13. Januar 2021

Montag, 08. Februar 2021

Mittwoch, 10. März 2021

 

Aufbaumodul Einzelchatberatung

Alle 2 – 3 Monate, jeweils 90 Minuten, Termine folgen.

Für Online-Berater*innen, die bereits den Einführungsworkshop absolviert haben, möglicherweise auch schon länger bei JugendNotmail tätig sind und nun zusätzlich Einzelchatberatung anbieten möchten.

 


Ganz herzlichen Dank für Eure engagierte Unterstützung. Wir wünschen Euch allen ein fröhliches Weihnachtsfest und freuen uns auf ein neues Jahr, in dem wir JugendNotmail gemeinsam noch stärker machen können. 

 

Übrigens: Euer Feedback ist jederzeit willkommen.

Herzlichst,

Stefanie Gießen


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