Pressemitteilung

Ängste und familiäre Probleme nehmen in der Corona-Pandemie bei Jugendlichen deutlich zu

Nach Schulschließungen im März und nach sieben langen Lockdown-Wochen schien sich mit der Wiedereröffnung der Schulen sowie der Sport- und Freizeitangebote und den anschließenden Sommerferien der Alltag für Kinder und Jugendliche zu normalisieren. Nun geht das Ganze von vorne los: Zwar bleiben die Schulen vorerst geöffnet, aber viele Freizeitaktivitäten von Kindern und Jugendlichen werden erneut auf Null heruntergefahren. „Die psychischen Belastungen für Kinder und Jugendliche in diesen Zeiten sind enorm“, erklärt Ina Lambert, Fachleitung bei JugendNotmail. „Für viele stellen Aktivitäten mit Gleichaltrigen, Sport oder Musizieren einen wichtigen Ausgleich zum Stress in der Schule oder mit den Eltern dar – und dies fällt nun erneut weg. Dazu muss der Alltag derzeit ständig an neue Regelungen angepasst werden, so dass ein sicherer, verlässlicher Rahmen fehlt.” Die Auswirkungen der Krise zeigen sich deutlich bei JugendNotmail: Die Anzahl der OnlineBeratungen in der Coronazeit (März bis Oktober 2020) sind um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen.

Nach Schulschließungen im März und nach sieben langen Lockdown-Wochen schien sich mit der Wiedereröffnung der Schulen sowie der Sport- und Freizeitangebote und den anschließenden Sommerferien der Alltag für Kinder und Jugendliche zu normalisieren. Nun geht das Ganze von vorne los: Zwar bleiben die Schulen vorerst geöffnet, aber viele Freizeitaktivitäten von Kindern und Jugendlichen werden erneut auf Null heruntergefahren. „Die psychischen Belastungen für Kinder und Jugendliche in diesen Zeiten sind enorm“, erklärt Ina Lambert, Fachleitung bei JugendNotmail. „Für viele stellen Aktivitäten mit Gleichaltrigen, Sport oder Musizieren einen wichtigen Ausgleich zum Stress in der Schule oder mit den Eltern dar – und dies fällt nun erneut weg. Dazu muss der Alltag derzeit ständig an neue Regelungen angepasst werden, so dass ein sicherer, verlässlicher Rahmen fehlt.” Die Auswirkungen der Krise zeigen sich deutlich bei JugendNotmail: Die Anzahl der OnlineBeratungen in der Coronazeit (März bis Oktober 2020) sind um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen.

Das schürt Ängste und verstärkt die ohnehin bereits vorhandene Verunsicherung bei Kindern und Jugendlichen. Einzelberatungen, die sich mit Ängsten befassen, sind bei JugendNotmail in diesem Jahr bis jetzt um rund 46 % gestiegen - Tendenz steigend. Dieses Beratungsthema hat „Liebe & Sexualität“ inzwischen auf Platz 3 abgelöst. „Nicht ohne Grund wurde „lost“ zum Jugendwort des Jahres gewählt“, kommentiert Lambert, „denn Teenager und junge Erwachsene fühlen sich in der derzeitigen Situation so verloren und ahnungslos wie vielleicht nie zuvor in ihrem Leben und wissen oft nicht, wie es weiter gehen soll.“ Die pandemiebedingte Wirtschaftskrise erschwere die Berufs- oder Studienwahl zudem noch. „Die Angst vor der beruflichen Zukunft ist für viele Ratsuchende schwer zu ertragen“, sagt Lambert weiter.

Das Thema „Familie”, das bereits in den letzten beiden Jahren Topthema in den Beratungen war, zeigt noch einmal eine Steigerung um rund 39 %. Auch Themen wie sexuelle Belästigung (Steigerung um rund 31 %) und Gewalt (Steigerung um rund 28 %) sind häufiger Gegenstand der Online-Beratung.

„Uns erreichen Notmails von Jugendlichen in Quarantäne, die sich einsam und niedergeschlagen fühlen“, berichtet Lambert. Im Gegensatz zum „Lockdown“ im Frühjahr, als quasi alle mit den Einschränkungen leben mussten, traf es in den letzten Wochen eher Einzelne oder kleinere Gruppen wie die Kernfamilie oder Schulklassen. „Diese Situation kann insbesondere bei Jugendlichen die sogenannte “Fear of missing out“, also die Angst etwas zu verpassen, deutlich verstärken“, erklärt Lambert. Durch die Nutzung der Sozialen Medien wie WhatsApp, Instagram oder TikTok könne man das Leben der Freunde „draußen“ verfolgen, was gleichzeitig das Gefühl der sozialen Isolation verstärke. Außerdem werde die in der Jugend so wichtige Autonomie eingeschränkt. So ist nicht verwunderlich, dass auch das Thema „Depression” nach wie vor auf Platz 2 der Beratungsthemen liegt, sich aber auch noch einmal um rund 18 % gesteigert hat.

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