Pressemitteilung

Ende des Corona-Schuljahres: Jugendnotmail.Berlin berät Schülerinnen und Schüler bei Zeugnissorgen

Ein sehr spezielles Schuljahr geht zu Ende: Maskenpflicht, Abstandsregeln, Schulschließungen, Quarantäne, Online-Unterricht und viel Zeit in den eigenen vier Wänden. Die Zeit seit den letzten Sommerferien ist von der Corona-Pandemie geprägt und hat Schülern und Schülerinnen viel abverlangt.

Berlin, 15.06.2021 Ein sehr spezielles Schuljahr geht zu Ende: Maskenpflicht, Abstandsregeln, Schulschließungen, Quarantäne, Online-Unterricht und viel Zeit in den eigenen vier Wänden. Die Zeit seit den letzten Sommerferien ist von der Corona-Pandemie geprägt und hat Schülern und Schülerinnen viel abverlangt. Laut der COPSY-Längsschnittstudie des Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf (UKE, 2021), die die Auswirkungen und Folgen der COVID-19 Pandemie auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland untersuchte, erlebten zwei Drittel der Schüler*innen die Schule und das Lernen noch anstrengender als vor der Krise. Trotz dieser zusätzlichen Belastung werden die Zeugnisse auch in diesem Jahr wie gewöhnlich am Ende des Schuljahres ausgegeben – und das ein oder andere fällt vielleicht nicht so aus wie erwartet. Jugendnotmail.Berlin, die vertrauliche und kostenlose Online-Beratung für Berliner Kinder und Jugendliche, hilft genau dann weiter. Die Fachkräfte haben immer ein offenes Ohr für alle Sorgen der Ratsuchenden, die sich per Mail oder Chat beraten lassen wollen. So wird versucht, gemeinsam Lösungen für die Probleme zu finden. In akuten Einzelfällen ist auch eine persönliche Beratung in den Beratungsstellen des Kooperationspartners Kinderschutz-Zentrum Berlin e.V. möglich.

Die aktuelle Plakatkampagne „Wie’s dir wirklich geht, weiß niemand“ in Berlin U- und S-Bahnhöfen soll dazu beitragen, dass mehr Berliner Kinder und Jugendliche auf das Online-Beratungsangebot von Jugendnotmail.Berlin aufmerksam werden. „Als die Berater*innen von Jugendnotmail.Berlin uns schilderten, mit welchen Themen die Jugendlichen sich an sie wenden, waren wir tief betroffen über den Grad der Verzweiflung und die Hilflosigkeit der jungen Menschen. Gleichzeitig haben wir in vielen Gesprächen mit der Zielgruppe von dem sozialen Druck und dem hohen Anspruch einer perfekten Selbstdarstellung in den sozialen Medien erfahren“, kommentiert Sebastian Hahn, Creative-Director bei der Peix Health Group. „Mit diesem krassen Kontrast zwischen wahren Worten und “falschen” Bildern wollen wir in der Aufmerksamkeit für dieses besorgniserregende Phänomen in den sozialen Medien erzeugen. Gleichzeitig wollen wir betroffenen Jugendlichen Mut machen, sich zu öffnen und professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Gerade nach diesem Pandemie-Schuljahr, in dem junge Menschen besonders betroffen waren, freuen wir uns, die Arbeit von Jugendnotmail.Berlin mit dieser Kampagne zu unterstützen.“

Die Mail-Beratung steht Ratsuchenden rund um die Uhr zur Verfügung. Eine Einzelchat-Beratung findet jeden Montag zwischen 15 und 17 Uhrstatt. Sie ist direkt über www.jugendnotmail.berlin zu erreichen. Die Beratung ist selbstverständlich vertraulich, datensicher und kostenlos.

Schlechte Noten nach Hause zu bringen oder die Klasse wiederholen zu müssen sind kein Weltuntergang. Panik und Leistungsdruck sind aber natürlich auch kein guter Ansporn - ganz im Gegenteil. Manche Schüler*innen belastet die durch die Corona-Krise und das Homeschooling verursachte Schulsituation so sehr, dass sie körperliche und seelische Probleme bekommen. Hinzu kommen die Belastungen der gesamten Familie wie beispielsweise Existenzsorgen durch Kurzarbeit und Homeoffice. Laut COPSY fühlen sich 85% der Kinder und Jugendlichen durch die Krise belastet.  

Kinder und Jugendliche können sich in solchen und anderen Fällen an Jugendnotmail.Berlin wenden. „Die psychischen Belastungen für Kinder und Jugendliche in diesen Zeiten sind ohnehin schon enorm, aber auch Mobbing oder Streitigkeiten mit Lehrkräften können Schüler*innen belasten“, erläutert Gina Ionescu, Projektleiterin von Jugendnotmail.Berlin, „Solche Konflikte müssen schnell gelöst werden, denn stummes Leiden und Dulden macht Kinder und Jugendliche auf Dauer krank.“

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