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Pressemittteilung

Online-Beratung schließt Lücke in der Jugendseelsorge

Die klassischen Unterstützungsangebote wie Sorgentelefon, ambulante Beratungsstellen und medizinisch-psychologische Fachexperten werden nur von einem Teil der Kinder und Jugendlichen in seelischen Krisen erreicht. Zusätzlich sinnvoll sind weitere professionelle, angemessene und niedrigschwellige Unterstützungsstrukturen, die den Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen gerecht werden. Dazu zählen der Abbau von Hemmschwellen durch lebensweltnahe, flexible und anonyme Beratung sowie gezielte Informationen der bestehenden Unterstützungsstrukturen und Zugangsmöglichkeiten. Die anonym nutzbare Online-Krisenberatung JugendNotmail bietet hier erfolgreich einen Beratungsansatz, der den virtuellen Raum als zusätzliche Option für eine Beratung öffnet. Zu diesem Ergebnis kommt eine mit Förderung des AOK-Bundesverbands vom  Institut für kommunikative Prozessgestaltung durchgeführte Studie des Vereins jungundjetzt e.V., dem Projektträger von JugendNotmail. Über 11 Monate wurden 409 Fragebögen mit schriftlichen Aussagen der Jugendlichen gesammelt und ausgewertet.

 

Die Evaluation ergibt folgendes Gesamtbild: Kinder und Jugendliche leben heute in einem Spannungsfeld von günstigen Entwicklungsbedingungen, sich verändernden Lebens-wirklichkeiten und latenten Ausgrenzungserfahrungen. Die regulären Unterstützungsstrukturen des Sozial-, Jugend- und Gesundheitssystems sind jungen Menschen oft nicht bekannt. Die Kommunikation zu Familienmitgliedern oder anderen Ansprechpersonen im Umfeld wie Lehrkräften ist oft unzureichend, so dass sie nicht wissen, wann und wo sie Hilfe bekommen könnten. www.jugendnotmail.de ist für die befragten Kinder und Jugendlichen häufig die erste Anlaufstelle in teils problematischen Verfassungen und Problemkonstellationen. Sie bietet niederschwellige, anonyme Beratung und Unterstützung durch professionelle Experten aus Psychologie, Pädagogik oder Sozialarbeit an. Diese informieren im Bedarfsfall über geeignete Hilfsangebote vor Ort und motivieren die Jugendlichen, diese wahrzunehmen.

 

Bei den Jugendlichen stößt das Angebot auf große Zustimmung. In der Mehrzahl sind die Feedbacks der Jugendlichen zur Beratung positiv. Zentrale Voraussetzung ist hierbei die Anonymität des Portals, welche den Jugendlichen die Sicherheit bietet, die Situation kontrollieren und selbständig entscheiden zu können, was sie von sich preisgeben wollen. Die von den Jugendlichen am häufigsten genannten Probleme betreffen depressive Symptome und krisenhafte Zuspitzung in komplexen Problemlagen, gefolgt von Schwierigkeiten in Beziehung zu Eltern, Freunden und ersten Partnerschaften sowie weitere soziale Probleme. Hier reicht das Themenspektrum von Liebeskummer bis hin zu Selbstverletzung und sexueller Gewalt.

 

Claudine Krause, Gründerin und 1. Vorsitzende des Vereins jungundjetzt e.V. dazu: „Unser Angebot entspricht der Lebenswelt und dem Kommunikationsverhalten Jugendlicher und dockt in einem hohen Maße an ihren Bedürfnissen und Erwartungen an.“ Dabei ersetzt JugendNotmail nicht klassische Zugänge und Angebote, sondern fungiert als Mittler zwischen Jugendhilfe, Schule und Gesundheitswesen. Die Online-Beratung ersetzt keine Therapie, sondern vermittelt bei schwerwiegenden Problemen an kompetente Beratungsstellen weiter. Claudine Krause dazu: „Mit unserem bedarfs- und zielgruppenorientierten Angebot JugendNotmail schließen wir die Lücke im notwendigen Versorgungsnetz.“

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